Verrückte Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Mo, Nov 11, 2013

. Artikel von: Gotje

Kategorien: Kultururlaub, Reisetipps

Auch wenn wir eigentlich gar nicht mehr so großen Wert auf althergebrachte Sitten und Bräuche legen, mögen wir alle unser Weihnachtsfest doch eher traditionell. Da dürfen der bunt geschmückte Tannenbaum und die Krippe mit dem Jesuskind nicht fehlen. Und natürlich ist es ganz normal, am Abend vor dem 6. Dezember blitzblank geputzte Schuhe vor die Haustür zu stellen.

Aber wie heißt es so schön: “Andere Länder, andere Sitten”. Denn auch wenn einige Traditionen sich über den Globus ausgebreitet haben, so hat doch fast jedes Land seine eigenen Weihnachtsbräuche – einige davon sind ganz schön kurios.

Weihnachtsbräuche in Dänemark

Die Dänen feiern Weihnachten sehr ähnlich wie wir. Am 24. Dezember wird das Wohnzimmer weihnachtlich geschmückt und dann das Weihnachtsessen serviert. Zum Nachtisch gibt es Weihnachtsgrütze mit einer versteckten Mandel drin. Wer die Mandel findet, bekommt ein Geschenk. Ja, genau wie im Kinderbuch Wo der Weihnachtsmann wohnt (am Korvatunturi natürlich). Für die Wichtel wird dann noch eine Portion auf den Dachboden gestellt.

Weihnachtsbräuche in Spanien

Es mag ein Schock für Dich sein, aber die Spanier haben traditionell keinen Christbaum und keinen Weihnachtsmann! Traurig… Weihnachten wird hier auch gar nicht im Dezember gefeiert. Am 24. oder 25. Dezember gibt es zwar ein leckeres Weihnachtsessen mit der ganzen Familie, aber Geschenke werden nicht ausgetauscht.

Das eigentliche Weihnachtsfest findet in Spanien erst viel später statt. Hier müssen sich die Kinder tatsächlich bis zum 6. Januar gedulden. Erst dann bringen nämlich die Heiligen Drei Könige den Kindern Geschenke mit. Das heißt, natürlich nur den guten Kindern. Wer das Jahr über nicht artig war, bekommt nur ein Stück Kohle. Da die Könige in der Regel auf Kamelen angeritten kommen (worauf auch sonst?), stellen die Kinder am Tag vorher Wasser und Brot für die Tiere vor die Tür. Morgens sind dann auf magische Weise die Geschenke im Haus. Am 5. Januar finden in größeren Städten Paraden statt, um die Ankunft der drei Könige zu feiern.

Weihnachtsbräuche in Katalonien, Spanien

Die Spanier in Katalonien haben noch einen ganz besonderen (und etwas seltsamen) Brauch: einen Geschenke …äh… “scheißenden” Baumstamm. Spanische Kinder verzieren in der Weihnachtszeit einen Baumstamm mit Beinen, einer Mütze und einem aufgemaltem Gesicht. Der Tió de Nadal (Weihnachtsholzklotz) liegt außerdem unter einer Decke, damit ihm nicht kalt wird. Heiligabend singen die Kinder dann ein spezielles Lied und klopfen mit Stöcken auf den Stamm (um die Verdauung anzuregen, ist ja klar). Wenn die Kinder dann die Decke wegziehen, finden sie Süßigkeiten und kleine Geschenke, die der Tió de Nadal ausgeschieden hat. Hmmm, lecker!

Weihnachtsbräuche in Island

In Island bringt nicht eine Person die Geschenke, sondern gleich 13, nämlich die 13 Weihnachtszwerge von den Bergen. Die Weihnachtsmann-ähnlichen Gnome tauchen aber nicht alle gleichzeitig auf. Der erste Weihnachtszwerg kommt am 12. Dezember und dann jeden Tag ein weiterer, bis schließlich am Heiligabend alle 13 Zwerge wieder zusammen sind. Heiligabend wird dann lecker zusammen Jolaar (Weihnachtsschaf) gegessen. Dann geht jeden Tag wieder ein Zwerg (in derselben Reihenfolge in der sie auch gekommen sind), bis schließlich der Tag der Heiligen Drei Könige da ist. Ganz schön kompliziert, was?

Weihnachtsbräuche in Schweden

In Schweden gehört ein Ziegenbock aus Stroh, der ursprünglich die Fruchtbarkeit der Erde symbolisierte, zum Weihnachtsfest dazu. Weihnachtsbäume werden mit kleinen Böcken geschmückt und größere Strohböcke werden auf öffentlichen Plätzen als Deko aufgestellt. Wie bei uns bringt der Weihnachtsmann Heiligabend die Geschenke, nachdem (oder bevor) man sich mit Weihnachtsschinken vollstopft. Aus irgendeinem Grund gucken schwedische Kinder übrigens Heiligabend immer Donald Duck.

Weihnachtsbräuche in Ungarn

In Ungarn wird am 13. Dezember mit dem Bau an einem ganz besonderen Stuhl begonnen, der am Ende eh wieder verbrannt wird. Der Luca széke (Luca-Stuhl) besteht aus sieben verschiedenen Holzarten und soll vor Hexen schützen. Der Stuhl muss genau an Heiligabend fertig gestellt werden und wird dann zur Christmette mitgenommen. Dort stellen sich die Ungarn auf den Stuhl und halten nach Hexen Ausschau. Sieht man eine Hexe, schnappt man sich den Stuhl und rennt nach Hause. Damit die Hexen einen nicht fassen, wirft man Mohnsamen auf den Boden. Die Hexen müssen diese nämlich alle schön aufsammeln, bevor sie die Verfolgung wieder aufnehmen. Zuhause angekommen verbrennt man dann schnell den Stuhl und ist so für das nächste Jahr vor ihnen sicher.

Vielen Dank an Josep Ma. Rosell, cyclonebill, Forslundagymnasiet und Vectorportal für die Bilder von Flickr.

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1 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Jule Says:

    Hallo,

    ich bin erst gerade von einem längeren Auslandsaufenthalt zurück und beschäftige mich mit den Traditionen in anderen Ländern, insbesondere zur Weihnachtszeit. Über einen Weihnachtsblog bin ich auf ihre Seite gekommen. Das ist genau das, was ich gesucht habe, wirklich sehr interessant.

2 Trackbacks zu diesem Artikelt

  1. Chinesisches Neujahr 2011 - Chinese New Year | Reiseblog über Hostels und günstige Hotels von HostelBookers Says:

    […] bezeichnet, ist das wohl wichtigste Ereignis im chinesischen Kalender, vergleichbar mit Weihnachten bei uns. Das Neujahrsfest findet nicht mehr am Anfang des Jahres statt, da es sich nicht nach […]

  2. Geekalender 03.12. – 11 FunFacts: Die interessantesten Weihnachtsbräuche weltweit | Minas Geekith Says:

    […] Quellen: Wikimedia, Mirror, Wikipedia,  Odee.com, Foxnews, Hostelbookers […]

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